Rückblick Saison 2017/18: Der Grundstein ist gelegt

Nach dem Weggang dreier Stammspieler stand die Saison 17/18 ganz im Zeichen eines Neustarts bzw. Neuanfangs. Es galt neue Spieler ins Team einzubinden, entsprechend neue Spielsysteme zu verinnerlichen und der Mannschaft ihre Unsicherheit zu nehmen bzw. Selbstvertrauen aufzubauen. Und genau das bestimmte die ganze Saison – wir machten top Spiele, in denen wir konzentriert unsere Vorgaben umsetzten und entsprechend gute Ergebnisse (drei Siege gegen Lahn-Dill, zwei Siege gegen Kaiserslautern, Sieg gegen Bad Wildungen) erzielten. Dann gab es wieder Spiele die von der ersten Minute von unserer Unsicherheit geprägt wurden und alles vergessen schien, was wir trainiert hatten (Niederlage gegen Bad Wildungen und BC Darmstadt). Allerdings konnte man von Spieltag zu Spieltag eine Entwicklung erkennen und so bildete sich eine Stammformation heraus, die eine gute Basis für die Zukunft ist. Letztendlich belegten wir den fünften Tabellenplatz, mit dem wir zufrieden sein können. Besonders erfreulich ist, dass der Topscorer der Liga aus unserem Team kommt (Harald Fiedler 345 Punkte).

 

Nach dem uns im Laufe der Saison 2016/17 drei Stammspieler verließen war relativ schnell klar, dass die kommende Saison im Zeichen des Aufbaus einer neuen Mannschaft stehen würde. So holte man aus der letztjährigen Landesliga-Mannschaft Heiko Harnack, Josef Feißt und Sascha Volk in die Regionalligamannschaft hoch. Ebenso sollte Tanja Müller an die Mannschaft herangeführt werden. Während der Saisonvorbereitung galt es, sich kennen zu lernen und die neuen Spieler an die Spielsysteme heranzuführen. Als besonders hilfreich erwiesen sich dabei die Testspiele gegen den PSC Pforzheim, da hier im Spielmodus geschaut werden konnte, wo es noch Verbesserungspotentiale gab. Anfang September gab es dann den ersten Härtetest, die Baden-Württembergische Meisterschaft in Ulm. Trotz einer dezimierten Personaldecke, da gleich 3 Spieler ausfielen erreichte man einen beachtenswerten 4. Platz. Besonders eng ging es im Halbfinalspiel gegen den RSV Tübingen zu, gegen die man am Schluss mit nur 3 Punkten Differenz verlor.
Einige Tage später Stand nun das erste Pflichtspiel der Saison an, den Regionspokal in Bad Wildungen. Hier zeigte sich gerade am Anfang deutlich, dass es im Zusammenspiel noch haperte. Man konnte jedoch im Laufe des Tages merken, dass es sich verbesserte und wertvolle Erfahrung für die anstehenden Regionalligaspiele sammeln. Erst im dritten Gruppenspiel konnte man den ersten Sieg einfahren. Im Platzierungsspiel gegen den RSV Lahn-Dill brauchte man zwei Verlängerungen, konnte aber den Sieg nicht nach Karlsruhe holen. So stand der 6. Platz am Ende des Tages fest.
Die anschließende Regionalligasaison verlief sehr abwechslungsreich. Während man am ersten Spieltag mit einer guten Mannschaftsleistung vor heimischer Kulisse gegen Meisterschaftsfavoriten Rhine-River-Rhinos aus Wiesbaden die erste Niederlage, jedoch gegen den zweiten Gegner des Tages, den RSV Lahn-Dill den ersten Saisonsieg einfahren konnte, verlief der 2. Spieltag in Bad Wildungen katastrophal. Gegen die heimische Mannschaft und dem BC Darmstadt griffen Taktiken nicht und Fahrwege wurden nicht eingehalten. Vor allem letzteres sorgte innerhalb der Mannschaft für Unruhe, die sie diese Saison begleiten sollte. Folgerichtig fuhr man mit zwei Niederlagen nach Hause.
Eine Woche später stand der Spieltag beim RSV Lahn-Dill an. Neben dem Spiel der Gastgeber stand das zweite Spiel gegen den RSC Bad Wildungen an, gegen den man die Woche zuvor klar verlor. Eine geänderte Klassifizierung unseres Spielers Christian von Blohn ermöglichte neue Aufstellungen und somit neue taktische Möglichkeiten. Durch diszipliniertes Spielen der Vorgaben konnte man nach einem knappen Spiel gegen den RSC Bad Wildungen Saisonsieg Nummer 2 einfahren. Diesen Schwung konnte man in das Spiel gegen den RSV Lahn-Dill mitnehmen und so etwas deutlicher den dritten Saisonsieg feiern. Hier zeigte man wo die Reise hingeht, wenn konzentriert und diszipliniert die Vorgaben umgesetzt werden.
Den vierten Spieltag der Saison in Wiesbaden wird uns noch lange im Gedächtnis bleiben. Der parallel laufende Spieltag unserer Rookies in Frankfurt sorgte bereits im Vorfeld für einige organisatorische Probleme. Auch fehlte dadurch Josef Feißt, der die Rookies coacht. Im ersten Spiel des Tages gegen die Rolling Devils aus Kaiserslautern schaffte man einen Bilderbuchstart und konnte einen guten Vorsprung rausarbeiten. Im dritten Viertel stand dann das Spiel auf der Kippe, nach dem ein disqualifiziertes Foul gegen uns gepfiffen wurde. Man spürte danach etwas Verunsicherung und Ärger über dieses unnötige Foul den Spielern an, konnte jedoch den Vorsprung zur Schlusssirene retten und somit den vierten Saisonsieg verzeichnen. Im zweiten Spiel gegen die heimischen Rhine River Rhinos zeigte man trotz der Schwächung auf Grund der Spieler-Sperre des vorangegangen Spiels ein gutes Spiel, konnte aber erneut nicht mithalten.
Der nächste Spieltag fand wieder in Karlsruhe statt. Zunächst ging es gegen die Rolling Devils aus Kaiserslautern. Diese zeigten sich nun mit neuer Taktik und einem stärker angereisten Team. Sie schafften es unser Team ausreichend unter Druck zu setzen, so dass bei Karlsruhe nichts zusammen lief. Man fand nicht in die Systeme und entsprechend deutlich war die Niederlage. Das zweite Spiel des Tages gegen Team ’99 Aschaffenburg lag uns dann wieder etwas mehr. Jedoch bekam man die beiden sehr erfahrenen Spieler auf Aschaffenburgener Seite nicht in den Griff. Gerade in der Defensive zeigten Sie auf, woran man die nächsten Wochen noch arbeiten muss.
Der sechste Spieltag führte uns nach Darmstadt. Erster Gegner hieß erneut Team ’99 Aschaffenburg. Hier zeigt sich ein ähnliches Bild wie im letzten Spiel. Auch das zweite Spiel gegen BC Darmstadt stellte uns vor ähnliche Probleme, da Darmstadt mit Tim Diedrich einen der besten Spieler der zweiten Liga mit dabei hatte, den man auf Karlsruher Seite nicht in den Griff bekam.
Eine Art Déjà-vu stellte der dritte Heimspieltag da. Die Gegner hießen erneut Rolling Devils Kaiserslautern und Team ’99 Aschaffenburg. Diesmal wollte man sich besser verkaufen als beim letzten Mal. Dass bei beiden Mannschaften wichtige Spieler fehlten spielte uns etwas in die Hände. Gegen die Rolling Devils Kaiserslautern lief es deutlich besser als beim letzten Mal und so konnte knapp Saisonsieg 5 eingefahren werden. Gegen Team ’99 Aschaffenburg war die Taktik klar: Den Gegner, der nur 6 Spieler dabei hatte müde fahren. Dies funktionierte so gut, dass am Ende der höchste Saisonsieg der gesamten Liga stand mit 79:22.

Zum vorletzten Spieltag reiste man erneut nach Wetzlar. Auch hier waren die gleichen Gegner, wie beim letzten Mal. Gegen den RSC Bad Wildungen holte uns die selbe Problematik ein, die wir bereits im ersten Spiel gegen sie hatten. Fahrwege wurden nicht eingehalten und sorgten für Verstimmung im Team. Aber auch beim Gegner lief es nicht rund, so dass das Spiel knapp verlief. Jedoch hatte das Team aus Bad Wildungen das bessere Ende für sich. Auch gegen den heimischen RSV Lahn-Dill lief auf Karlsruher Seite nichts zusammen. Zum Glück, konnte der Gegner es nicht nutzen und wir konnten knapp Saisonsieg Nummer 7 einfahren.
Der letzte Spieltag der Saison führte uns nach Kaiserslautern. Gegen die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden und den BC Darmstadt zeigten sich erneut die gleichen Probleme, die wir auch am Spieltag zuvor hatten. Diesmal nutzte der Gegner dies jedoch, so dass es zum Saisonabschluss nochmal zwei Niederlagen gab.

Unter dem Strich steht ein fünfter Tabellenplatz. In diesem Bereich hat man sich am Anfang der Saison gesehen und kann somit zufrieden sein. Der ein oder andere Sieg wäre noch drin gewesen.

Vor allem im Mentalen-Bereich zeigten sich Defizite, sei es beim Ausführen taktischer Anweisungen oder beim Umgang mit der Situation, wenn ein Spiel nicht so läuft wie erwartet. Hier gilt es noch zu arbeiten bis zur kommenden Saison. Auch das es regelmäßig Ausfälle zu verkraften gab, half nicht die nötige Sicherheit zu bekommen.
Es ist aber eine gute Basis geschaffen worden. Besonders die Siege gegen Kaiserslautern waren zu Beginn der Saison nicht zu erwarten. Die zur Sommerpause hochgeholten Spieler Josef Feißt und Sascha Volk haben den Sprung gut geschafft und sind inzwischen unverzichtbare Bestandteile des Teams. Auch, dass unser Spieler Harald Fiedler mit 345 Punkten der Topscorer der Liga ist, zeigt in welche Richtung es gehen kann. Nun gilt es die Sommerpause zu nutzen, um gestärkt in die neue Saison zu starten. Eine Herausforderung wird darin bestehen, Tanja Müller, die uns diese Saison bereits bei einigen Spielen unterstützte, in das Team zu integrieren sowie weitere Spieler an das Team heranzuführen.
Ein Highlight während dieser Zeit wird sicherlich unser internationales Turnier am 07. Juli sein, dass wir bereits sehnsüchtig erwarten.