Regeln

Rollstuhlbasketball ist eine Behindertensportart und Disziplin der Paralympics – und ein so genannter Integrativsport. Was viele nicht wissen und doch interessieren dürfte: neben Menschen mit körperlicher Behinderung dürfen auch Fußgänger mitspielen – auch die Karlsruher Hot Wheelers haben mehrere „Fußgänger“ mit in der Mannschaft.

Grundsätzlich gelten die selben Regeln wie beim „Fußgänger“-Basketball. Und ja, die Körbe hängen genau so hoch. Denn das ist die meist gestellte Frage. Da ein Rollstuhlfahrer im Sitzen niemals die gleiche Größe erreicht wie ein gehender Basketballspieler, muss man vom Rollstuhl aus mehr Kraft beim Wurf anwenden. Für eine sehr hohe Trefferquote von außen ist natürlich ein wenig härteres Wurftraining notwendig als im „normalen“ Basketball. Auch die Entfernung der Dreipunktelinie vom Korb ist dieselbe.

Einer der zwei wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Sportarten besteht im Dribbeln des Balles. Im Rollstuhlbasketball ist es einem Spieler erlaubt, zweimal seine Treibreifen so zu berühren, dass er seine Richtung ändert, bevor er einmal mit dem Ball dribbeln muss. Er darf dies aber beliebig oft wiederholen, solange er nach zweimaligem Antauchen wieder mindestens einmal mit dem Ball dribbelt. Die Regel des Doppel-Dribblings gibt es also in unserem Sport nicht.

Der wohl größte Regelunterschied liegt in der so genannten Punkteregel. Sinn der Punkteregel ist es, dass möglichst viele Spieler unterschiedlichsten Behinderungsgrades in der selben Mannschaft spielen können. Jeder Spieler, egal ob beinamputiert, querschnittgelähmt oder vollkommen gesund, erhält eine bestimmte Punktezahl. Ein vollkommen Gesunder zum Beispiel – er darf nicht an internationalen Bewerben teilnehmen – erhält die höchste Punkteanzahl von 4,5. Die fünf Spieler, die zur selben Zeit auf dem Spielfeld stehen und spielen, dürfen zusammen nicht mehr als 14,5 Punkte haben. International wurde die Punktegrenze sogar mit 14,0 Punkte festgesetzt.